Farben

Grundfarben

Die Hautfarbe des Wildguppy ist oliv-grün-grau.
Man bezeichnet diese Farbe als Grundfarbe. An den Weibchen kann man die Grundfarbe besonders gut erkennen, weil die Weibchen aus hormonellen Gründen kaum Deckfarben auf dem Körper aufweisen und so die Grundfarbe gut zeigen.
In der Natur dient die „graue“ Grundfarbe der Tarnung vor den Fressfeinden.
In den Aquarienpopulationen ist es Mitte des 20. Jahrhunderts zu den ersten Mutationen gekommen. Bei den unterschiedlichen Grundfarben, die es mittlerweile gibt, handelt es sich Mutationen bei denen bestimmte Farbzellen sich in Anzahl, Form oder Größe verändern oder gänzlich fehlen(Farbmangelmutationen). In Wildpopulationen haben Tiere mit veränderter Grundfarbe kaum Chancen zu überleben, da sie den Fressfeinden zuerst auffallen.


Deckfarben 

Die Farben beim Guppy werden durch die in den verschiedenen Hautschichten eingelagerten Farbzellen (Chromatophoren) erzeugt. Bedingt durch die Größe, Form und die Anordnung der Farbzellen werden die unterschiedlichsten Farben und Farbnuancen erzeugt.
Die schwarzen Farbzellen werden Melanophoren genannt. Die roten  Farbzellen heißen Erythrophoren und die gelben Xanthophoren. Das Guanin in den Guanophoren  erzeugt einen iriszierenden Effekt. Es ist für die verschiedenen Blautöne und Grüntöne (in Verbindung mit schwarz und gelb) verantwortlich.
Wenn der Guppy auf Grund einer rezessiven Grundfarbe nicht alle Farbzellen in vollem Umfang zur Verfügung hat, kann er auch nicht alle Farben oder Farbkombinationen ausdrücken. Zum Beispiel  eine rote Deckfarbe auf einem Guppymännchen zeigt sich auf der Grundfarbe Blond oder Albino besonders rein, da die schwarzen Farbzellen bei Grundfarbe Blond sehr klein sind oder bei Grundfarbe Albino ganz fehlen.
Es gibt eine Vielzahl von Deckfarben und Kombinationen von Farben und Mustern.